Margit Ulama
Büro für Architektur_Theorie_Organisation
Architektur_Organisation
Symposien
©Bild: SOLID architecture
Architektursymposium "Future Vision Housing"
12. und 13. Oktober 2001, O.K Centrum für Gegenwartskunst in Linz
Das Architektursymposium, das den gleichnamigen Ideenwettbewerb begleitete, stellte visionäre Themen und Strategien des Wohnens in den Mittelpunkt. Bei der Frage, wie dieses Zukünftige aussehen könnte, trifft man auf unterschiedlichste Ansätze. Den Hintergrund bilden die aktuellen technologischen Neuerungen, die zu einer ständig zunehmenden Flexibilität und Mobilität des Menschen sowie zur generellen Mediatisierung des Alltags führen.
Die Veränderungen betreffen auch die Wohnbauindustrie und die Marktstrategien. Unmittelbare architektonische Konsequenzen ziehen die hier vorgestellten Preisträgerprojekte des Wettbewerbes. Wenn sich das Haus zur komplexen Maschine verdichtet, gewinnt im Zusammenhang mit dem aktuellen Nomadentum auch die Wohnung für das Existenzminimum in einer neuen Interpretation an Bedeutung. Ein Vergleich mit Konzepten und Utopien des 20. Jahrhunderts wird möglich.
Das weit gespannte Themenspektrum reicht schließlich von der zunehmenden Individualisierung und ihren architektonischen, soziologischen und ökonomischen Implikationen bis zur avancierten Architektur neuer Organisations- und Funktionszusammenhänge, vom Glückversprechen des New Urbanism bis zum Großprojekt "solarCity" in Linz.
Vortragende:
Hubertus Adam (CH), Bart Lootsma (NL), Ben van Berkel (NL), Kent Larson (USA) u.a.
Interdisziplinäres Symposium "Edges of Minimalisms"
4. bis 6. Mai 2001, Wärmekraftwerk Theiß bei Krems
Die Organisation des Symposiums resultiert aus der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Minimalismus. Das Einfache, Reduzierte, Asketische und in diesem Sinn Minimalistische zählt zu den grundsätzlichen Paradigmen der Kunst und drückt sich als Weltauffassung und Lebenshaltung in einem umfassenden, essenziellen Sinn aus. Im 20.Jahrhundert erfuhr das Minimalistische unterschiedlichste Interpretationen.
Das Symposium fokussiert für den Minimalismus zentrale Länder wie Mexiko, Spanien, Japan, Großbritannien, Österreich und die Schweiz. Historische Voraussetzungen und aktuelle Transversalen werden gleichermaßen dargestellt. Neben der Auslotung dessen, wie Minimalismus eigentlich definiert werden könne, werden subjektive Positionen sowie spezifische Annäherungen an das Thema vorgeführt.
"Edges of Minimalisms" rückt die vielfältigen architektonischen Ausprägungen des Phänomens und damit grundlegende kulturelle Topoi in den Mittelpunkt. Die Vorträge aus Kunst, Design, Fotografie/Video und Musik verdeutlichen thematische Überlappungen und tragen dazu bei, das Phänomen Minimalismus in seinen unterschiedlichen Facetten zu erfassen.
Vortragende:
Valerio Olgiati (CH), Josep Maria Montaner (E), Gerhard Auer (D), Hans Frei (CH), Kerstin Stremmel (D) u.a.
Themenheft: archithese 4.01, Juli/August 2001

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